Freitag, 14. Dezember 2018

[Bines Rezension] "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale




Allgemeines:
Titel
: "Die kleinen Wunder von Mayfair"
Autor: Robert Dinsdale
Buchart: Gebunden und eBook
Genre: Drama/Fantasy
Seitenzahl: 464
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2018

Der erste Satz: 
"Das Emporium öffnet seine Tore am Tag des ersten Winterfrosts."

Kurzbeschreibung:
Entdecken Sie mit Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" Londons einzigartigen Spielzeug-Laden und einen ergreifenden Liebes- und Familien-Roman zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.« Die Worte scheinen Cathy förmlich anzuziehen, als sie nach einer neuen Bleibe sucht. Denn im England des Jahres 1906 ist eine alleinstehende junge Frau wie sie nirgendwo willkommen, zumal nicht, wenn sie schwanger ist – und so macht Cathy sich auf nach Mayfair. In Papa Jacks Emporium, Londons magischem Spielzeug-Laden, gibt es nicht nur Zinnsoldaten, die strammstehen, wenn jemand vorübergeht, riesige Bäume aus Pappmaché und fröhlich umherflatternde Vögel aus Pfeifenreinigern. Hier finden all diejenigen Unterschlupf, die Hilfe bitter nötig haben. Doch bald wetteifern Papa Jacks Söhne, die rivalisierenden Brüder Kaspar und Emil, um Cathys Zuneigung. Und als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Familie auseinander reißt, scheint das Emporium langsam aber sicher seinen Zauber zu verlieren …
(www.amazon.de)



Meinung:
Ein Buch, das mit seiner ganz eigenen Magie überzeugt!
Die Charaktere sind jeder für sich sehr schön ausgearbeitet. Keiner ist perfekt und jeder verfügt über Mängel… so ist Emil in meinen Augen ein wenig zu eifersüchtig, Kaspar ein wenig zu prahlerisch, Cathy ein wenig zu geheimniskrämerisch. Und genau das ist es, was sie menschlich macht – ein großer Pluspunkt für mich.
Der Leser erlebt mit Papa Jack und seiner Crew drei Kriege im Laufe des Buches; im ersten und zweiten Weltkrieg ist er „live“ dabei, Papa Jack folgt er in seinen Erinnerungen in die russische Katorga. Diese Szenen sind sehr beklemmend, da sie so realitätsgetreu geschrieben sind – im Gegensatz zum Emporium, in dem das fantastischste Spielzeug hergestellt wird. Besonders angetan hat es mir dabei der Patchworkhund Sirius, der seinen Besitzern wie ein echter Hund treu zur Seite steht. Die Magie im Emporium hat mich gleich in ihren Bann gezogen und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, auch wenn sie nicht zu kitschig im Vordergrund steht. In meinen Augen ist das Buch eine schöne Mischung aus Fantasie, Familie, Drama und Liebe und ich finde auch das Ende des Buches wirklich sehr gelungen und ein wenig überraschend.


Fazit:
Ein wirklich gutes und lesenswertes Buch, das auch einige Aspekte enthält, die ich so vorher noch nicht gelesen hatte. Im zweiten Drittel zieht es sich leider streckenweise ein wenig, darüber konnte ich aber gut hinwegsehen und würde „Die kleinen Wunder von Mayfair“ guten Gewissens weiterempfehlen :-)

- Bine

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