Donnerstag, 25. Januar 2018

[Rezension] "Ewig und du" von Emily Bähr

Klappentext:

L(i)eben bedeutet du und ich.
Nach einem Unfall und sechsmonatigem Koma ist die 18-jährige Lefke an den Rollstuhl gefesselt. Ihre Zeit als Schulprinzessin ist damit vorbei und auch ihre Karriere als Model muss sie an den Nagel hängen. Für Lefke ist das ein Weltuntergang. Sie kann sich nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu werden, und fasst den folgenschweren Entschluss, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Doch dann taucht ausgerechnet ihr unfassbar attraktiver Nachbar Louis auf. Er stellt lauter ungemütliche Fragen und hat irrsinnige Ausflugspläne. Jeden Tag aufs Neue. Bis die Welt langsam nicht mehr ganz so schwarz aussieht…
(Quelle: carlsen.de)

Der erste Satz:
„Ich bin behindert. Damit meine ich nicht dieses 0815-Facebook-Gehabe von wegen „ich bin ja so behindaaat #yolo #swag #hashtag“, nein, ich bin wirklich behindert.“

Meinung:
Nachdem mich das Cover direkt angeschrien hat – man könnte auch sagen es war Liebe auf den ersten Blick für mich – und der Klappentext auch sehr viel versprechend klang, stand für mich fest, „Ewig und du“ wird bei mir einziehen.
Die Geschichte ist mit so viel Herz und Witz geschrieben, dass ich jede einzelne Seite genossen habe.
Auch wenn Lefke manchmal nicht einfach ist und um sich herum eine Mauer aufgebaut hat, so hat sie doch das Herz am rechten Fleck. Durch ihre schlagfertige
und sehr oft auch sarkastische Art, ist jede einzelne Seite ein Lesegenuss. Lefke ist nicht nur sarkastisch, sondern gerade zu Beginn der Geschichte auch sehr zynisch, allerdings passt das einfach zu ihr und der Geschichte, denn wer wäre nicht zynisch, wenn er kurz vor einer Modelkarriere steht und nach dem Koma auf einmal alles anders ist und man an den Rollstuhl gefesselt ist. Die alte Lefke gibt es nun nicht mehr und sie muss anfangen sich neu zu erfinden.
Durch Zufall trifft sie auf Louis und auch wenn er manchmal ziemlich schräg zu sein scheint, werden sie schnell so etwas wie Freunde. Louis ist mein absoluter Liebling der Geschichte, er ist Autist und einfach etwas anders als all die Anderen, weshalb er auch keine Freunde hat. Louis und Lefke helfen sich gegenseitig, auch wenn ihnen das beiden gar nicht bewusst ist.
Emily Bähr hat mit „Ewig und du“ zwei kontroverse Themen, Suizid und Autismus, aufgegriffen und sie in einer bezaubernden und lustigen Geschichte vereint.

Cover
Das Cover ist ein Traum. Ich hatte es gesehen und mich sofort verliebt. Es sticht definitiv aus der Menge heraus. Die intensiven Farben, mit einer Mischung aus Scherenschnitt und Wasserfarbenoptik, für mich persönlich einfach perfekt.




Allgemeines:
Titel: „Ewig und du“
Autorin: Emily Bähr
Verlag: Impress
Genre: Roman
Seiten: 335
Buchart: eBook
Preis: 3,99€

Erscheinungsdatum: 04.01.2018




Fazit:
Emily Bähr hat mit „Ewig und du“ zwei kontroverse Themen, Suizid und Autismus, aufgegriffen und sie in einer bezaubernden und lustigen Geschichte vereint.
Absolute Leseempfehlung!



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Über die Autorin:

1994 in einem kleinen Dorf der Südpfalz geboren fand Emily Bähr schon früh ihre Liebe zu Büchern und Geschichten aller Art. Der Wunsch, einmal nach England zu ziehen ließ viele ihrer Geschichten eben dort spielen, so nun auch ihre erste Veröffentlichung »Ewig und Du«. Mit diesem Werk verließ sie zum erstem Mal den gewohnten Bereich der Dystopien und wagte sich an eine romantische Komödie - mit Enten.