Mittwoch, 1. März 2017

[Rezension] "Niemand ist bei den Kälbern" von



Allgemeines:



Autorin: Alina Herbing

Verlag: Arche Verlag

Genre: Gegenwartsliteratur

Seiten: 255

Buchart: gebunden / eBook

Preis: 20,00€ / 15,99€

               

Erscheinungsdatum: Februar 2017




Klappentext:

Schattin, Gemeinde in Nordwestmecklenburg, Herzlich willkommen!

Manchmal glaube ich, jedes Flugzeug, das ich sehe, existiert überhaupt nur, um mich daran zu erinnern, dass ich einer der unbedeutendsten Menschen der Welt bin. Wieso sollte ich sonst in diesem Moment auf einem halb abgemähten Feld stehen?



Der erste Satz:

„Seit Stunden verschwinden die Grashalme unter der gelben Plane.“



Meinung:

„Niemand ist bei den Kälbern“ wird aus Christins Sicht erzählt. Sie lebt und arbeitet auf dem Bauernhof von ihrem Freund Jan. Allerdings ist es nicht das, was sich Christin wünscht, sie hat Fernweh nach dem Großstadtleben. Es wird nichts verschönt und sie beschreibt ihren traurigen Alltag, in dem sie sich fehl am Platz fühlt, da sie sich viel eher für Mode und Make-Up interessiert, als für das stinkende Landleben.

Alina Herbing schafft es, mit ihren Beschreibungen, der Gerüche und Orte, dass man sich fühlt als wäre man direkt dabei oder als würde man es tatsächlich selbst erleben. Auch wenn für mich Christins Handeln im ersten Moment teilweise nicht wirklich nachvollziehbar war, so hat man doch nach und nach erfahren, warum sie das Eine oder Andere tut bzw. was der Auslöser für ihr Handeln ist.

Es war eine Quaosfahrt der Gefühle, aber dies meine ich nicht im positiven Sinne, denn vieles, was Christin erlebt, ist keine leichte Kost und muss während dem Lesen und auch danach erstmal verarbeitet werden.

Dennoch ist das Buch durchaus lesenswert. Nur man sollte nicht mit der Erwartung ran gehen, dass es sich um ein Buch handelt, dass man mal eben „locker und leicht“ zwischendurch lesen kann.



Einen Kritikpunkt habe ich allerdings noch und dieser Betrifft den Preis des Buches. Ich persönlich finde ihn mit 20€ für knapp 250 Seiten doch eher hochpreisig. Ich habe es als Rezensionsexemplar erhalten und hätte es mir für den Preis vermutlich nicht selbst gekauft, was schade um die Geschichte gewesen wäre.



Cover

Das Cover ist sehr schlicht gehalten, mit dem weißen Hintergrund und den grünen, schmutzigen Gummistiefeln.

Auch wenn die Geschichte selbst nicht schlicht ist, so passt das Cover dennoch sehr gut, denn es geht um das Landleben und darum, dass nicht alles immer so „rosarot“ ist, wie man sich das gerne ausmalt.



Charaktere

Die Charaktere in teilweise sehr schwierig zu verdauen. Gerade Jan, der in der Beziehung mit Christin nicht nur die Kontrolle übernimmt, sondern durchaus auch gewaltbereit ist, ist nicht gerade die sympathischste Person. Christin allerdings auch nicht. Auch wenn man



Fazit:

Es handelt sich definitiv um eine Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt und ist keine „leichte Kost“ für zwischendurch.

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